Was uns aktuell im Team beschäftigt

Schon Friedrich Nietzsche wusste es: „Glück und Unglück sind Zwillinge, die zusammen aufwachsen oder zusammen klein bleiben.“. Er beschreibt also die Untrennbarkeit von Polarität im alltäglichen Leben. Ein Pendel schlägt immer in beide Richtungen gleich weit aus. Wenn ich also tiefes, intensives Glück erlebe, bin ich gleichermaßen verletzlich für tiefes Unglück. Oder anders herum: Wenn ich keinerlei Risiko eingehe, erlebe ich auch keine Höhenflüge. Das fände ich ehrlich gesagt schade. In depressiven Phasen haben Menschen sich häufig so blockiert, dass sie sehr bestrebt sind, alle Emotionen, die wir gelernt haben, als negativ zu betrachten, wegzudrängen. Es senkt sich eine tiefe Traurigkeit über einen. Wenn wir aber den Zugang zum Bespiel zu unserer inneren Wut wieder bekommen, kann diese sich heftig anfühlen, aber es erfolgt auch wieder der Gegenausschlag des Pendels: Ich kann auch wieder tiefe Freude empfinden. Manchmal erscheint einem vielleicht der „Einheitsbrei“ von Gefühlen erholsam und erstrebenswert. Ich finde aber traurig, wenn man dafür auch keine richtig freudigen Phasen mehr hat. Lassen Sie uns doch alles erleben: Die strahlend helle Seite des Lebens und auch den Gegenpol. Immer in der Gewissheit: das Pendel schlägt auch wieder in die Gegenrichtung aus. Schauen Sie, wo Sie derzeit stehen und wenn Ihnen Ihr Standort nicht so gefällt, trauen Sie sich die Dinge anzuschauen. Vielleicht auch mit Begleitung. Es ist wie ein Ü-Ei. Nur ohne Schokolade. 😊