Was uns aktuell im Team beschäftigt

Neulich sah ich den Aufruf zu einer Demonstration: Wir demonstrieren für die Freiheit. Hört sich erstmal gut an und dann….Freiheit? Welche Freiheit? Und ist Freiheit laut? Soll man lärmend über die Straße ziehen und schreien:“ Wir fordern Freiheit?“ Wenn das so ist, wer kann sie denn liefern? Mein Partner? Mein Nachbar? Die Politik? Wenn ich tiefer schaue: Freiheit ist ein innerer Zustand. Kein Ziel. Fühle ich mich automatisch frei, wenn ich reisen kann wohin ich möchte? Aus dreißig verschiedenen Pizza-Sorten wählen kann? Keine Verpflichtungen habe? Bedeutet es die Freiheit zu haben jedem in den Plattformen der sozialen Medien zu sagen, was ich von ihm halte?
Ich glaube, Freiheit bedeutet auch nicht, frei zu sein von Enttäuschungen, von den unvermeidlichen Biegungen des Lebens. Freiheit besteht wohl darin, mein Innenleben zu spüren. Zu spüren, was in meinem Inneren vorhanden ist. Freiheit ist eine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Fern von Erwartungen anderer. Dafür muss ich natürlich erstmal fühlen und forschen, was von den all den Dingen, die ich so denke und fühle ist eigentlich wirklich meins und nicht geprägt von den Erwartungen anderer. Das erfordert Achtsamkeit für mich und mein Inneres. Was kann denn da der erste Schritt sein? Fangen Sie doch einmal mit etwas ganz Einfachem an: Statt das Handy anzuschalten öffnen Sie einmal das Fenster und hören den Vögeln zu. Und wenn zu viel Chaos in uns ist? Dann ist es vielleicht gut, wenn wir jemanden um Unterstützung bitten.