Was uns aktuell im Team beschäftigt

Immer mehr Menschen stellen sich in den psychotherapeutischen Praxen mit Symptomen vor, die denen der Diagnose ADHS/ ADS oder sonstigen affektiven Störungen ähneln. Das ist erstmal erschreckend und könnte bedeuten, dass wir alle auf der psychischen Ebene kranker werden, weniger belastbar. Es gibt aber noch eine andere Erklärung, an die man durchaus denken kann: die erworbene digitale Dysregulation des Nervensystems.  Untersuchungen haben gezeigt, dass eine intensive Nutzung von Social-Media das Gehirn in der Form beeindruckt, oder hier muss man leider sagen beeinträchtig, dass mentale Erschöpfung, reduzierte Stresstoleranz und Schwierigkeiten bei der Regulierung von Emotionen auftreten. Der Mensch zeigt oftmals eine Aufmerksamkeitsregulationsstörung, die der von ADHS gleicht. Stress, Overthinking, Gedankenchaos und Schlafstörungen sind mögliche Folgen. Mit den genauen Hirnfunktionen möchte ich nun niemanden langweilen. Man darf bei dieser Symptomatik gerne einmal schauen, warum man eine solche Strategie, viel Zeit mit Social-Media zu verbringen, verfolgt. Warum benötigen wir also Ablenkung in Form von Social-Media? Welche Gedanken und Gefühle betäuben wir vielleicht? Welche Konflikte wollen wir lieber nicht ausfechten? Wem oder was wollen wir uns nicht stellen? Es ist eine sehr gute Chance, uns selber besser kennenzulernen, wieder bei uns anzukommen.  Und, so muss man es auch klar sagen: wieder glücklicher zu werden. Gönnen sie sich mal wieder Zeit nur mit und für sich. 😊