Was uns aktuell im Team beschäftigt

Der Wunsch nach Anerkennung ist etwas, was im Menschen verankert ist. Diese Anerkennung muss nicht unbedingt von anderen Menschen kommen, man darf sich auch selbst loben und auch feststellen, dass man eine Sache gut gemacht hat, eine Krise erfolgreich umschifft hat oder was auch immer einem einfällt. Kritisch wird die Angelegenheit, wenn man uneingeschränkte Bestätigung sucht. Wenn man jedes nicht ausgesprochene Wort, jede kleinste Kritik und vor allem jede andere Meinung als Affront gegen sich empfindet. Oder man vom Partner:in ständig Bestätigung möchte und es als respektlos empfindet, wenn dies nicht erfolgt. Wenn man dies bei sich feststellt, zugegeben es bedarf großer Ehrlichkeit gegenüber sich selbst, dann darf man in sich gehen und einmal spüren, was los ist. Welche Gefühle tauchen auf? Was soll ein anderer Mensch in einem heilen? Welche alten Wunden melden sich hier? Welche inneren Nöte sollen überdeckt werden? Irgendwie fällt mir auf, dass es immer angesagter wird, uneingeschränkte Bestätigung zu fordern. Personen öffentlichen Lebens, Politiker, einflussreiche Menschen in hohen Positionen sagen immer häufiger: „Wer nicht für mich ist, ist gegen mich.“ Das ist ein Zeichen großer seelischer Not und immer ein Zeichen dafür, dass man sich mal wieder um sich und sein Inneres kümmern darf. Wie immer frei nach dem Motto: Wer nicht nach Innen geht, geht leer aus.